Spotpod: Wenn aus Jobsuche ein persönlicher Jobagent wird
Klassische Stellenportale lösen vor allem ein Informationsproblem: Sie machen Stellenanzeigen auffindbar. Die eigentliche Arbeit bleibt jedoch beim Jobsuchenden. Suchen, Treffer sichten, Anforderungen verstehen, Arbeitgeber recherchieren und schließlich bewerten, ob eine Stelle tatsächlich passt.
Mit Spotpod verfolgen wir einen anderen Ansatz. Statt einer weiteren Jobbörse haben wir eine intelligente Jobsuche entwickelt, bei der ein persönlicher Jobagent kontinuierlich für den Nutzer arbeitet.
Die technische Herausforderung beginnt bei der Suche
Das klingt zunächst nach einem klassischen KI-Anwendungsfall. Tatsächlich liegt eine der größten Herausforderungen aber schon eine Ebene davor: Wie findet man überhaupt die relevanten Stellen?
Ein Stellenportal kennt vor allem die Anzeigen, die dort veröffentlicht oder angeliefert werden. Spotpod soll dagegen möglichst breit im öffentlich zugänglichen Stellenmarkt suchen können. Dafür werden unterschiedliche Quellen und Indizes genutzt und auch Stellen direkt auf den Websites von Arbeitgebern berücksichtigt.
Die nächste Herausforderung ist die inhaltliche Vergleichbarkeit. Jobtitel sind nicht standardisiert, Anforderungen unterschiedlich formuliert und wichtige Informationen häufig über lange Stellenbeschreibungen verteilt. Eine Suche allein über Keywords reicht deshalb nicht aus.
Vom Treffer zum individuellen Match
Bei Spotpod beschreibt der Nutzer zunächst sein persönliches Suchprofil. Mindestens eine gewünschte Rolle oder Position ist erforderlich; darüber hinaus kann er seine Vorstellungen beliebig konkretisieren.
Der Jobagent sucht anschließend kontinuierlich weiter. Relevante Stellen werden nicht einfach als Trefferliste ausgegeben, sondern im Kontext des individuellen Profils analysiert.
Das Ergebnis umfasst einen Match-Score, eine zusammenfassende Begründung sowie Einzelbewertungen für Rolle, Gehalt, Skills, Ort und Passung des Unternehmens. Für Letzteren werden öffentlich verfügbare Informationen des Arbeitgebers etwa zu Kultur, Werten, Arbeitsweise und Team berücksichtigt.
Damit verschiebt sich die technische Aufgabe von „Finde Dokumente, die zu diesen Keywords passen“ zu „Finde relevante berufliche Möglichkeiten und erkläre, warum sie für diesen konkreten Menschen interessant sein könnten.“
Ein Agent, der nicht nach einer Suchanfrage aufhört
Ein weiterer Unterschied liegt in der Zeitdimension. Spotpod beantwortet nicht nur eine einzelne Suchanfrage. Der Jobagent arbeitet kontinuierlich weiter und berücksichtigt neue Stellen sowie das Feedback des Nutzers.
Interessante und uninteressante Vorschläge helfen dabei, die weitere Suche auszurichten. Gleichzeitig kann Spotpod auf Basis der analysierten Stellen Fragen stellen und dabei helfen, das Suchprofil zu schärfen oder bewusst für andere Karriereperspektiven zu öffnen.
Genau darin liegt für uns der interessante Teil von KI-Agenten: nicht lediglich Text zu generieren, sondern über längere Zeit eine konkrete Aufgabe für einen Nutzer zu verfolgen.
Spotpod ist seit Juli 2026 öffentlich verfügbar und wird inzwischen von rund 43.000 aktiven, registrierten Nutzernverwendet. Die Jobsuche richtet sich aktuell an den deutschsprachigen DACH-Markt.
Wer den Ansatz ausprobieren möchte, kann auf spotpod.com ein Suchprofil anlegen und seinen persönlichen Jobagenten starten.